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Dienstag, 28. Juli 2009

CSD SaarLorLux, (m)ein Resümee

Es ist jetzt zwar schon zwei Tage her, aber ich versuche mich mal an meinem kleinen Resümee zu einem zauberhaften CSD-Sonntag in Saarbrücken, wenn auch mit ein paar nicht so schönen Nebenerscheinungen.
Dass die allgemeine Stimmung mehr phantastisch und das Wetter traumhaft war, ist auf ja meinen paar Fotos unschwer zu erkennen. Und dass mehr als weit mehr als doppelt so viele "Schaulustige" wie im letzten Jahr an der Paradestrecke und später auf dem Straßenfest waren und wir in diesem Jahr somit mit fast 25.000 Menschen einen Besucherrekord in 11 Jahren saarländischer CSD-Geschichte erreicht hatten, war aus den Medien zu entnehmen.
Es war einfach genial, die Stimmung stimmte, alles hat gepasst. Wir waren gegen 14 Uhr in der Stadt, fanden auch gleich ein Plätzchen, wo wir uns für die Parade positionierten und besorgten uns gleich schon mal ein paar kühle Bier, während wir auf die Kampflesben warteten, die alljährlich die Parade mit ihren Motorrädern anführten. Mit etwas Verspätung ging es dann auch los - die Lesben zuerst, gefolgt von Samba-Gruppen, den einschlägigen Lokationen und Partys, die Freund/innen aus Frankreich, Trier und Kaiserslautern und den rot-grün-gelben Parteien, die mit homofreundlichen Parolen fleißig auf Wählerfang waren. Denn schließlich will man(n) ja ins Grundgesetz. "Wir wollen nicht draußen bleiben - Lesben und Schwule ins Grundgesetz" lautete das Motto des diesjährigen CSD und das war an fast jedem Wagen zu erkennen. Ansonsten wurden wieder alle Klischees erfüllt, die Parade war laut, schrill und bunt, es gab viel nackte Haut zu sehen, Muskeltypen, Tunten in rosa oder die Hardcore-Lesben, alle haben sich fein gemacht für ihren Feiertag.
Der wurde dann später auf dem kleinen Straßenfest vor'm History auch kräftig gefeiert. Nach dem kurzen politischen Teil des Bühnenprogramms kam der Showteil, und der war am Abend richtig gut. Die SchmitZ-Family aus dem "liebverfeindeten" Trier hat sich selbt übertroffen, obwohl ich dies nach meinem Besuch beim Trierer CSD vor einigen Wochen nicht für möglich gehalten hätte. Meinen ganz großen Respekt vor dieser genialen Truppe!!! Als krönenden und dennoch traurigen Abschluss gab es (zum 11. Mal!) Melitta van Cartier! Sie muss man jenseits Südwestdeutschlands zwar nicht unbedingt kennen, man sollte man aber, auch wenn man nicht unbedingt auf Travestie steht! Ihr Programm war phantastisch wie immer, die Stimmung war besser denn je. Bei Michael Jacksons Heal the world sang der Platz mit, als kannte noch jeder den Song aus dem Musikunterricht in der Schule. Das ging genau so unter die Haut wie Melittas traurige Ankündigung, dass es wohl ihr letzter Auftritt auf einem Saarbrücker CSD war. Die anschließende Abschminknummer zu Niemals geht man so ganz war zwar heftig, aber traurig-schön. Stehende Ovationen, tobender Applaus, aus. 23 Uhr, das Straßenfest war pünktlich zu Ende, denn die Damen und Herren von Ordnungsamt und Polizei schauten schon genervt auf ihre Uhren.

Und während man auf dem Straßenfest vor dem History den ganzen Tag ausgelassen am Feiern war, hatten die Wirte der benachbarten Bars Madame und Mademoiselle seit Samstag Abend mit der unschönen Seite des Festes zu kämpfen. Dort standen nämlich bereits am Samstag Abend hunderte von Menschen auf dem Bürgersteig vor den überfüllten Lokalen, was der Saarbrücker Polizei gar nicht so gefallen hat. Mehrmals am Abend wurde die Menschenmenge grob aufgescheucht und weggeschickt, den Wirten wurden Ordnungsgelder und am Sonntag sogar Konzessionsentzug angedroht, sollten die Leute sich weiterhin auf dem Radweg (und der befindet sich in Saarbrücken nicht auf der Straße, sondern auf dem Gehweg!) oder auf der Straße aufhalten. Dem Madame-Wirt blieb am Sonntag keine andere Wahl, als aus Angst vor Sanktionen eine höllisch teure Security-Firma zu engagieren, deren fünf Bodyguards die Leute auf eine aggressiv-arrogante Art vertrieben. Nach dem Straßenfest wollten wir am Sonntag Abend noch gemütlich irgendwo ein Bierchen trinken und staunten nicht schlecht über Madame und Mademoiselle, die beide schon am dicht machen waren, weil schon wieder die Polizei da war und gedroht hat, die Laden schließen zu lassen, bevor sie es nicht selbst machen.
So viel zum Thema Toleranz und Akzeptanz... vielleicht sollte man 2010 besser mal im CSD-Motto fordern, wenigstens an zwei Tagen im Jahr feiern zu dürfen, wie heterosexuelle Menschen auch - am Altstadtfest, am Nauwieser Fest, am Saarspektakel,...

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Montag, 27. Juli 2009

Erste Eindrücke

Hier schon mal ein paar Eindrücke vom gestrigen wunderbaren CSD SaarLorLux in Saarbrücken. Fast 25.000 Menschen, traumhaftes Wetter und definitiv bis jetzt der schönste Tag in diesem Jahr. Es war phantastisch! Vielleicht komme ich später noch dazu, etwas darüber zu schreiben, jetzt hab ich grade keine Zeit.
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Sonntag, 26. Juli 2009

CSD SaarLorLux 2009

Das Hubi fährt gleich zum CSD nach Saarbrücken und beendet damit seine diesjährige CSD-Saison.
Allen einen wunderbaren Sonntag!
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Montag, 13. Juli 2009

Happy Birthday!

Vor genau 2 Jahren und 28 Tagen lernte ich einen ganz lieben Menschen kennen. Dieser liebe Mensch hat mich seitdem zwar schon einiges an Nerven gekostet, ich habe aber auch ganz viele schöne und wunderbare Tage, Wochen und Monate mit ihm erleben und verbringen können! Auch wenn das alles für mich nicht so ganz einfach war, so liebe ich ihn immernoch wie meinen eigenen Sohn.
Lieber Dome, zu deinem 19. Geburtstag wünsche ich dir alles erdenklich Gute, für deinen zukünftigen Lebensweg ganz viel Glück und dass alle deine Wünsche sich erfüllen!
Du machst dein Ding, da bin ich mir fast sicher.
Herzlichen Glückwunsch!
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Mittwoch, 24. Juni 2009

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heute: Der Flyer

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Neue Freiheit

Heute geht nun also wieder ein Zeitabschnitt meines Lebens zu Ende, vielleicht der bisher bedeutungsloseste, auf jeden Fall aber der langweilste in meinem 40-jährigen Hubi-Daseins. 5 Jahre und 7 Monate habe ich nun auf den heutigen Tag gewartet, genauso lang ist es her, dass ich damals nach sieben Jahren unter äußerst seltsamen Umständen meine geliebte Kneipe in Köln auf- bzw. abgeben musste. Von einem auf den anderen Tag war ich damals nicht nur arbeits-, sondern auch wohnungslos, denn meine Wohnung war Bestandteil der Kneipe...oder so. Aus Verzweiflung zog ich damals bei einem Bonner Kumpel in ein WG-Zimmer ein, was bisher mit Abstand die falscheste Entscheidung meines Lebens war. Doch dies ist eine andere Geschichte. Zehn Jahre Köln und ein wunderbares Stück meiner Vergangenheit habe ich damals einfach so hinter mir gelassen, weil ich von ganz vielen Menschen zutiefst enttäuscht wurde.
Ich habe danach lange versucht, mich in Bonn wohl zu fühlen, mich an mein "neues Leben" zu gewöhnen, was mir allerdings drei Jahre lang äußerst schwer fiel, nie so richtig gelang. Ich hatte zwar schnell wieder eine Arbeit, hab auch schnell neue Leute kennengelernt, doch das Gelbe vom Ei war die Ex-Hauptstadt für mich nie. Durch Zufall bin ich dann Anfang 2007 wieder im Saarland gelandet, wo ich die ersten 18 Jahre meines Lebens verbrachte und war positiv überrascht, dass nach zwei Jahrzehnten hier immernoch alles beim Alten war. Irgendwie. In kürzester Zeit traf ich hier ganz viele alte Bekannte von damals, fand neue Freunde, fand eine Stelle, die mir Spaß machte und hatte erstmals wieder Gedanken an so etwas wie eine "Zukunft", und zwar hier! Dass ich mal irgendwann wieder eine Kneipe haben werde, war zwar irgendwie die letzten Jahre immer in meinem Hinterkopf, doch dass dies nun so schnell passieren wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Dem Himmel sei Dank dafür! Und dann auch noch die "Schmiede", ausgerechnet der Laden, in dem ich selbst als Jugendlicher damals mein Taschengeld verdient (und ausgegeben) hatte, der Laden, der in den letzten beiden Jahren zu meiner neuen Stammkneipe wurde. Der Laden soll nun meine Zukunft sein, und darauf freue ich mich wahnsinnig.
Heute ist eigentlich mein letzter Arbeitstag im Büro, den ich allerdings blau mache. Ich hab mich gestern von den mir wichtigen Menschen in der Firma verabschiedet und hatte heute ehrlich gesagt keine Lust, mich von diversen anderen Personen noch herzen zu lassen. Frau Chefin hat sich nochmal bedankt für die gute Zusammenarbeit und nach Dienstschluss war ich mit meinen Lieblingskolleginnen noch ein Bier auf meine neue Freiheit trinken. Das war's also, und in wenigen Wochen bin ich wieder Wirt. Ich kann dieses unglaublich schöne Gefühl der Freude auf die Zukunft gar nicht in Worten beschreiben.
Ich habe so viele schöne Ideen und freue mich so wahnsinnig darauf...
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Samstag, 13. Juni 2009

Drei Tage wach

Dann werd ich mal versuchen, die letzten drei Tage so knapp wie möglich zusammen zu fassen. Der Stammstisch am Mittwoch Abend fing an wie immer, doch entwickelte sich im Laufe des Abends zu einem kleinen Event. Während wir anfangs in unserer üblichen 6-Mann-Würfelrunde da saßen, wurde die Runde mit der Zeit immer größer und größer, so daß wir am Ende zu 15. oder 20. waren und noch den einen oder anderen Tisch hinzu stellen mussten. Es war total witzig und sehr alkohollastig, so dass ich am Donnerstag Morgen leichte Schwierigkeiten hatte, mich an die letzten Stunden des vergangenen Abends zu erinnern.
Der Donnerstag selbst fing bedingt durch die leichten Nachwehen vom Vorabend und das miserable Wetter draußen ziemlich scheiße an. Ich wollte partout nicht von der Couch aufstehen, am liebsten hätte ich die Rollläden runter gelassen und einfach nur darauf gewartet, dass dieser Tag endlich vorüber ist. Es war kalt und stürmte, und alle zehn Minuten schauerte es aus Kübeln. Nachmittags rief dann Sascha an und fragte, ob ich denn nicht Lust hätte, mit ihm und Dirk zum Guildo Horn-Konzert zum Bostalsee zu fahren. Große Lust darauf hatte ich zwar nicht, doch vielleicht war es ja gut, mal an die frische Luft zu gehen. Mittlerweile hatte es auch aufgehört zu stürmen und der Himmel zeigte sogar die eine oder andere blaue Stelle. Als wir nach unseren kurzen Stalker-Umweg über Nicole in Bosen angekommen waren, gingen wir erst mal eine Runde am Strand spazieren, tranken ein Pils und der Tag begann plötzlich, mir zu gefallen. Das Konzert war aufgrund des Wetters in die Halle verlegt worden, die sich auch relativ schnell füllte. Guildo Horn muss man zwar mal live gesehen haben, doch wenn man ihn wie ich in den letzten 17 Jahren unzählige Mal erlebt hat, ist es irgendwann auch mal genug. Wir standen etwas abseits, um nicht jede Liegestütze und Kniebeuge mitmachen zu müssen und andauernd den Meister zu huldigen, hatten aber trotzdem Spaß. Als das Konzert gegen halb 10 vorbei war, hatten wir plötzlich strahlend blauen Himmel, so dass wir noch gemütlich ein Bierchen im Biergarten trinken konnten. Ich war so glücklich, dass ich mitgefahren war und nicht den ganzen Tag hinter verschlossenen Fenstern auf der Couch verbracht habe. Sascha und Dirk setzten mich zuhause ab und ich ging noch zu Beate. Dort war erstaunlicher Weise noch einiges los. Anscheinend war irgendwo in der Nähe eine private Emo-Party, denn andauernd kamen irgendwelche einäugigen lippengepiercten Jungs und Mädels in karierten Jacken und Chucks rein und sangen komische Lieder. Ich hatte meine wahre Freude und blieb noch ein Weilchen...
Gestern morgen bin ich dann früh aufgestanden und hab' mich erstmal auf den Weg zur Agentur für Arbeit gemacht. Vom 1. bis 31.7. werde ich ja arbeitslos sein, das hatte ich dort zu melden. Dass ich mich hierfür ausgerechnet an diesem Brückentag entschieden habe, war definitiv eine dumme Entscheidung, denn die Hälfte der Mitarbeiter hatte Urlaub. Entsprechend lang war die Wartezeit. Nach fast zwei Stunden hatte ich es allerdings hinter mir, war danach kurz zuhause und eine halbe Stunde später musste ich auch schon weiter. Diesmal ging es zu einer Beerdigung. Ein ehemaliger Mitschüler von mir war die Tage an einem Gehirntumor verstorben und gestern war die Beisetzung. Beerdigungen sind nie schön, dennoch habe ich mich wahnsinnig gefreut, viele Leute aus meinem Jahrgang wieder zu sehen, die ich zum Teil zwanzig Jahre und länger nicht mehr gesehen hatte. Nach der Beerdigung waren wir noch mit einigen aus dem Jahrgang im wunderschönen Hofgut Imsbach ein paar Bier trinken und plauderten über alte Zeiten. Schade eigentlich, dass unser für heute geplantes Jahrgangstreffen aufgrund des Todes von Dirk E. ausfällt...
Gestern Abend war ich auf dem Sankt Wendeler Stadtfest, aber das erzähle ich dann morgen, denn mir tun vom vielen Schreiben jetzt die Finger weh...
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Donnerstag, 11. Juni 2009

Ein bisschen Frieden...

...auf dieser Erde, auf der wir wohnenDas Hubi hatte heute, obwohl es anfangs gar nicht danach aussah, einen wunderbaren Tag. In dieser hübschen kleinen Landvilla in Neinkirchen/Nahe am schönen Bostalsee wohnen übrigens Nicole und Manfred Seibert. Der eine oder andere könnte sie vielleicht kennen. Ich musste sie einfach fotografieren, denn als ich vor zirka zwanzig Jahren noch dort gewohnt habe, hieß Nicole noch "Holoch" mit Familiennamen und wohnte in ihren Elternhaus. Morgen wird es eine ausführliche Berichterstattung geben von einem wahnsinnigen Mittwochabendstammstisch und von einem herrlichen Tag am See, voller Schlager, voller Emos und einem wunderschönen Regenbogen.
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Sonntag, 10. Mai 2009

Zurück in die Zukunft

Die Sterne hatten also Recht und ich habe tatsächlich den spektakulären Fang gemacht, auf den ich schon seit langem scharf bin, es ist ein Haifisch! Ab dem 1. 8.2009 darf ich mich als stolzen Besitzer der Marpinger "Haifischbar" a.k.a. Sharks bezeichnen und darauf freue ich mich tierisch! Genau fünf Jahre und acht Monate nach Schließung meiner geliebten Huber-Bar in Köln ist es nun endlich wieder so weit und ich darf meinen Traum weiter leben, diesmal hoffentlich länger als sieben Jahre. Zwar wird sich einiges ändern im Gegensatz zu den alten Huber-Zeiten, aber gerade das kribbelt mir so in den Fingern. Es ist nicht mehr Köln, es ist Marpingen, eine 11.000-Einwohner-Großgemeinde im Kreis St. Wendel im Nordosten des Südwestens der Republik. Hier erschien schon einmal die Mutter Gottes und hier ticken die Uhren etwas anders, doch ist mir dies durchaus bekannt, schließlich wurde ich einmal hier geboren und lebe nach 20 Jahren Abwesenheit seit 2007 wieder hier und fühle mich dabei pudelwohl.
Die Geschichte der "Alten Schmiede", so der Name der Kneipe in den ersten 25 Jahren ihrer Existenz, habe ich von Anfang an seit den frühen Achzigern verfolgt, ich war gerade mal 16, als ich damals am Wochenende dort hin und wieder mal den DJ spielen durtfe. Auch habe ich die seit mittlerweile fast zwei Jahre andauernden Gehversuche des Sharks von Beginn an miterleben dürfen und mir auch schon einige Male (leider in meinem alten Blog) meine Gedanken darüber gemacht. Eine Gastronomie kann eben nicht funktionieren, wenn der Laden zirka 140 Tage im Jahr geschlossen ist, wenn man von einem hinter der Theke sitzenden(!) Wirtepaar bedient wird, wenn man den "Kaffee" aus einer Senseo-Maschine serviert bekommt, wenn man seinen Lieblingslikör aus Plastikbechern trinken soll, wenn in der Caipirinha keine Limetten drin sind, wenn man sich nach dem Pinkeln nicht einmal die Hände abtrocknen kann, wenn Drogen verzehrt und verkauft werden und so weiter. Ich unterstelle dem jetzigen Inhaberpaar nun sicherlich keine böswillige Absicht, die beiden sind unheimlich nett und lieb, nur sollten sie in Zukunft besser die Finger von der Gastromie lassen, Punkt.
Was genau nun auf mich und auf die Marpinger Mädels und Jungs zukommen wird, darüber werde ich mir in den nächsten Wochen ganz viele Gedanken machen. Auf jeden Fall wird zu allererst der Namen geändert, um wieder den Bezug zur "Alten Schmiede" herzustellen, die sich in ihren 25 Jahren im gesamten Saarland einen Ruf erarbeitet hat. Mit Schmiede 2.0 ist dieser Bezug wieder hergestellt, sozusagen die allerneueste Version eines etwas schon Bestehenden. Zurück in die Zukunft eben. Es wird auch ganz bald eine Homepage geben, auf der die aktuelle Entwicklung dann täglich nachzulesen ist. Baulich ist von mir erst einmal nichts geplant, außer dass alle herumhängenden Kabel in entsprechenden Kanälen verschwinden. Der Dart-Automat fliegt raus, der Soccer-Tisch kommt in den neuen Tischfußball-Raum, der unmittelbar nach der Kirmes offiziell eröffnet wird. Musiktechnisch wird es in erster Linie die Charts von Coldplay bis Lady Gaga geben, ansonsten den Kram aus den letzten 30 Jahren. No Onkelz, no Hip Hop, Punkt! Es wird weiterhin jedes Wochenende Bundesliga via Premiere geben, Mottoparties sind geplant und ganz viele daily Specials. Und die Gäste? Da lasse ich mich selber mal überraschen und hoffe inbrünstig, dass ganz viele ehalige Schmiede-Gänger wieder "heim" kommen, ganz viele Sharks-Gäste da bleiben und ganz viele neue Leute sich in der neuen Schmiede wohlfühlen werden.
Ich freue mich wahnsinnig, werde in der nächsten Woche noch einmal meiner alten Heimat Köln einen Abschiedsbesuch abhalten und dann wird mit Power durchgestartet in die Zukunft!
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Donnerstag, 30. April 2009

Tanz in den Mai?

Heute ist der 30. April. Als ich eben nach Hause kam, war man (fast) überall schon dabei, die Maibäume mit bunten Bändern zu schmücken und aufzustellen und sich auf den heutigen Abend vorzubereiten. Eigentlich heißt dieser Abend ja hier bei uns im Saarland ja Hexennacht, aber fast in jeder Kneipe finden Tanz in den Mai-Parties statt, die Marktschänke hat sogar ein Zelt vor der Tür aufgebaut. Im Gasthaus des Vertrauens wurde letztes Jahr mit den Gästen im Hinterhof gegrillt, heute wird es eine Party geben mit Live-Kapelle. Obwohl ich eigentlich einen Grund zum feiern hätte, schließlich ist es zum ersten Mal seit ewigen Zeiten ein "langes" Wochenende für mich, an dem ich nicht arbeiten muss, habe ich überhaupt keine Lust darauf. Allerdings will ich auch nicht zuhause sitzen, sondern brauche irgendwo heute Abend auch Gesellschaft. Meistens werden die Abende, an denen man überhaupt keine Lust hat, etwas zu unternehmen, die schönsten.
Der Stammtisch gestern abend war übrigenz auch wieder ganz nett, obwohl ich mit sechs verlorenen Knobelrunden der Loser des Abends war. Von allen Seiten wurde ich angesprochen, warum mein Blog nicht mehr funktioniert, ich hätte nie gedacht, dass es so viele "Einheimische" gibt, die meine Geschreibsel Tag für Tag doch verfolgen. Das schmeichelt mir ja doch ein wenig:-) Trotzdem war die Nacht danach ziemlich kurz und ich war heute morgen ganz schön müde im Büro. Gerade heute, wo wir Besuch von unseren Big Bossen hatten. Doch anscheinend ist dies niemandem aufgefallen.
So, und nun lasse ich mich mal überraschen, was dieser Abend so bringen wird und fahre gleich mal los...

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Donnerstag, 23. April 2009

Hubi on TV

Das Hubi hatte gestern seit langem mal wieder einen unfreiwilligen Fernsehauftritt. Im Aktuellen Bericht, den Regional-Nachrichten des SR Fernsehens, wurde ein Beitrag zu dem Netzabsturz von T-Mobile am Dienstag gezeigt. Und während der schicke Moderator die Frage stellte, was wir denn alle noch vor ein paar Jahren getan haben, als es noch gar keine Handys gab, schwenkte die Kamera des Saarländischen Rundfunks so über den St. Johanner Markt und filmte so ziemlich alles und jeden, der ein Handy am Ohr hatte, unter anderem auch mich, als ich müde und hungrig in meiner Mittagspause auf dem Weg zu McDonalds war. Mit der schäbigen Jacke, die Haare nicht gemacht, so wird das nie etwas mit meiner Karriere als Fernsehstar.(Guckst du!)
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Mittwoch, 22. April 2009

Stimmen aus der Vergangenheit

Den heutigen Abend hatte ich nun völlig anders geplant. Ich habe mir heute mal so einige Gedanken über mein derzeitiges und mein zukünftiges Leben gemacht und wollte darüber auch etwas schreiben. Seit ein paar Tagen kommen mir immer wieder Gedanken durch den Kopf, ob diese täglich-grüßt-das-Murmeltier-Tagesabläufe das sind, was ich eigentlich möchte. Wohl eher nein, wird jetzt jeder schreien, der mich auch nur ansatzweise zu kennen glaubt. Vielleicht ist es ja mal wieder Zeit, sich zu verändern. Vielleicht geht auch dieses Jahr noch ein großer Traum in Erfüllung und alles wird gut.
Nun ja, ich bin um halb fünf in St. Wendel angekommen, fuhr mit dem Bus Richtung Feierabend nach Hause, als ich glaubte, eine Fata Morgana zu haben. Ich dachte, nein ich war mir sicher, meinen Freund als alten Huber-Zeiten Horny mit Gepäck bepackt in der Stadt gesehen zu haben. Kaum zuhause angekommen, musste ich ihn natürlich sofort mal anrufen. Nebenbei gesagt, ich habe e-Plus, da funktionierte heute alles;) Ich habe mich tierisch gerfreut, dass Horny tatsächlich hier ist und wir haben gleich mal einen kleinen Wiedersehens-Abend vereinbart für kommenden Freitag. Der letzte ist eigentlich noch gar nicht so lange her.
Kaum aufgelegt, rief Hexe Heike an - über Festnetz übrigens, da funktionierte heute auch alles;) Mit der hatte ich ebenfalls schon Monate lang nicht mehr telefoniert, weswegen ich auch schon seit Wochen ein schlechtes Gewissen mit mir trug. Folglich gab es sehr viel zu erzählen, denn nicht nur bei mir hat sich ja im letzten Jahr einiges verändert, auch bei ihr ist vieles Schönes und weniger Schönes passiert... Obwohl ich mich tierisch gefreut habe, die Stimme meiner ehemaligen Kollegin aus Bonn wieder gehört zu haben, war's das dann trotzdem mit dem frühen Feierabend, denn es war bereits 21 Uhr nach dieser ganzen Telefoniererei. Schon seltsam, ich wollte über die Zukunft schreiben, und schreibe über Stimmen aus der Vergangenheit...

Nun werde ich noch ein Stündchen fernsehen und mir dabei in Ruhe überlegen, ob ich am Donnerstag mitfahren soll in eine unserer Niederlassungen irgendwo in die Eifel, um dafür von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends unterwegs zu sein oder nicht.
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Dienstag, 21. April 2009

Frühling

Der Blick aus meinem Fenster ist einfach toll, wenn man die Natur mag. Ich habe in den letzten Wochen mal beobachtet und festgehalten, wie schnell sich doch im Frühling die Natur verändert und wie aller immer schöner wird. Mir gefällt's.
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Montag, 20. April 2009

Endstation Lebach

Mit der Freudenbotschaft über die Geburt des kleinen Bon Jovi fing am Freitag Nachmittag ein wunderbares Wochenende an. Der Walter rief an und teilte mit, dass er gerade Vater wurde. Nach Feierabend wollte ich eigentlich in Saarbrücken bleiben, um mit meinem alten Freund Fab mal wieder gemeinsam ein Bier zu trinken, doch ich plante kurzfristig um und nahm den Zug nach St. Wendel, um dort mit Walter auf dessen Vaterfreuden anzustoßen. Was dann folgte, war ein feucht-fröhlicher Abend im Gasthaus des Vertrauens, der sich bis in die Nacht hinein zog. Hätte am Samstag nicht um halb sieben mein Wecker geklingelt, wäre es bestimmt noch länger geworden.
Besagter Wecker riss mich mit der versoffenen Stimme von Amy Winhouse nach fast 5 Stunden Schlaf dann tatsächlich aus dem Tiefschlaf und ich verfluchte mal wieder diese verdammte Samstags-Arbeiterei. Seltsamer Weise war ich nach einer kalten Dusche und ein paar Tassen Kaffee doch relativ fit und die 5 Stunden im Büro vergingen wie fast immer Samstags recht flott. Danch telefonierte ich kurz mit Fabrice und kaum 30 Minuten später saßen wir auch schon zusammen im Sankt J. an der Theke. Gott, hier war ich seit zwanzig Jahren nicht mehr! In meiner Jugend war das Sankt J. eher einer der Läden, um die ich einen großen Bogen machte, weil mir dieses Schicki-Micki-Volk, was dort seinen Crémant auf Eis trank, gar nicht abging. Diesmal war es jedoch anders und ich war sogar positiv überrascht. Nettes Volk war da, es lief die ganze Zeit Clueso, es gab Gaffel-Kölsch und vor allem dann um 15.30h Bundesliga-Konferenz! Der Laden füllte ich auch recht schnell und um halb 4 zur premiere-Konferenz gab es keinen einzigen Platz mehr. Fab's Fußballfreunde wurden auch immer mehr und es war eine richtig angenehme Stimmung. Zwar hatte ich so ziemlich bei allen Spielen daneben getippt, doch das war egal. In der Halbzeit gab es Schnittchen, zwischendurch auch mal ein Schnäpschen - und das im Sankt J., wo man früher doch nur hinging, um gesehen zu werden.
Ich merkte gar nicht, wie gut mir nach jahrelangem Kölsch-Entzug die Plörre auf einmal wieder schmeckte und ich immer betrunkener wurde. Erst als sich nach dem Fußball die Runde auflöste und es langsam wieder leerer wurde, stellte ich fest, dass es mir etwas schwummrig war und es draußen noch total hell war. Irgendwann, es muss so gegen 19 Uhr gewesen sein, wechselten dann die Location und gingen ins History. Bei dem Pils, das ich dort bestellte, war mir allerdings klar, dass es mein letztes sein wird und ich mit dem nächsten Zug nach Hause fahren werde. Schade eigentlich, denn ich wäre gerne noch einige Stunden in Saarbrücken geblieben. Doch Gott sei Dank weiß ich immer, wann ich mein letztes Bier trinke und das war definitiv das Pils im History. Also ging ich zum Bahnhof und stieg in den Zug nach nirgendwo. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn kaum saß ich im Zug, muss ich wohl eingschlafen sein und wurde erst in Lebach wieder wach, kurz vor der Endstation. Dort war weit und breit kein Taxi zu finden, so dass ich auch noch meine Mutter anrufen musste, die mich schließlich 30 Minuten später in Lebach abholte. Pünktlich zur Entscheidungsshow von Deutschland sucht den Superstar war ich dann zuhause und lag auch wenige Minuten später in meinem Bett.
Trotz des seltsamen Endes am Samstag war es ein wunderbares Wochenende und ich werde mir nun wohl öfter mal samstags nach Feierabend die Bundesliga in Saarbrücken anschauen, wenn auch beim nächsten mal mit weniger Kölsch....

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Sonntag, 5. April 2009

Morgens halb 10 in Deutschland

...schläft der Rest der Welt an einem Sonntag im Normalfall noch. Ich stand zu der Zeit schon seit über einer Stunde auf dem Flohmarkt in Völklingen und hielt ich mit Kaffee wach. Drei- oder viermal im Jahr mach ich so einen Blödsinn gerne. Dann wird im elterlichen und großelterlichen Unrat rumgekramt, das Auto vollgestopft mit wertlosen Dingen von Keller und Dachboden und dann fahr ich mit meiner Mutter und meiner Lieblingsnachbarin zu irgend einem Flohmarkt in der Nähe. Das schöne Wetter der letzten Tage verführte einen ja geradezu dazu, die Flohmarktsaison 2009 heute zu eröffnen. Es geht da weniger ums Geldverdienen, vielmehr ist es die Gaudi, die man da so hat, mit den Besuchern, den anderen Verkäufern und miteinander. Heute war es Sonne sei Dank sogar auch finanziell erfolgreich. Gerade nach Hause gekommen, wird nun erst mal geduscht und dann sehen wir weiter. Ich hab mir den ersten Sonnenbrand für dieses Jahr geholt...
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Dienstag, 24. März 2009

Neues vom Brasiliaten*

Als ich vor kurzem mitten in Saarbrücken einen sehr seltsamen Asia-Imbiss entdeckt habe, musste ich die wirre Schaufensterbeschilderung gleich mal digital festhalten. Mein Artikel hierüber hatte sogar ein paar Tage später unter dem Titel Keine Panik im Asia-Imbiss einen Platz bei pommeswelt.de gefunden. Heute gibt es nun die Fortsetzung des asiatischen Schilderwaldes in der Saarbrücker Kaiserstraße. Da soll mal ein Mensch durchblicken... Ich war kaum fertig mit Lesen, welche Kostbarkeit ich denn nun mal probieren soll, da war meine Mittagspause auch schon zu Ende.* Fleisch aus Brasilien und Gemüse aus Asien
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Montag, 23. März 2009

Die Bahn, Tamilen-Demo und die Rückkehr eines endlosen Winters

"...aufgrund eines liegen gebliebenen Zuges auf der Strecke verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten. Wir bitten um ihr Verständnis. Blabla." So ähnlich begann heute morgen der 74. Teil meiner "Hubi-und-die-Deutsche-Bahn-Erzählung" und die war mal wieder eine Anekdote für sich. Mitten auf der Strecke nach Saarbrücken hielt der Zug plötzlich an, wechselte das Gleis und fuhr in entgegengesetzter Richtung zurück. Und so wurde der "liegen gebliebene Zug" dann von uns zum nächsten Bahnhof geschoben. Bei dieser Gelegenheit war ich auch seit mehr als 20 Jahren mal wieder im schönen Wemmetsweiler, wo wir wieder kehrt machten, bevor die Fahrt dann endlich weiter ging nach Saarbrücken. Morgens um 8, wo der Zug voll war mit Pendlern, die auf dem Weg zur Arbeit waren.
Nach der Arbeit dann war Party in der Saarbrücker Innenstadt. Der indische Teil der saarländischen Subkultur war am demonstieren. Keine Ahnung wofür oder wogegen, ging wohl um die Sri-Lankische Politik oder um die Erhöhung der HartzIV-Leistungen in Deutschland. Jedenfalls hätte ich nie gedacht, dass wir so viele Inder hier leben haben. Die öffentlichen Verkehrsmittel in Saarbrücken sind in der Regel doch eher voll mit Russen oder Türken, und bei McDonald's arbeitet überwiegend der nordafrikanische Teil unserer Bevölkerung.
Als ich eben zuhause angekommen bin, fing es gerade an, tierisch zu regnen. Es ist wieder eiskalt geworden und wenn man dem Wetterbericht glauben darf, soll die Brühe heute Nacht wieder in Schnee übergehen. Na das kann ja noch ein heiterer Abend werden...
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